Tierschutz-Ziele in Gefahr

1.EU zwingt Firmen zu Tierversuchen (63 kosmetische Stoffe seit 2013) 2.Tierversuchs-Zeichen garantieren keinen absolute Tierversuchs-Verzicht 3.Neue Strategie der EU Kommission fĂŒr chemical sustainibility 1 substance 1 assessment bringt Tierversuche durch die HintertĂŒr

ICADA bietet Konzept zur Verteidigung des Tierwohls hier

ICADA EXPO Treffpunkt der Kosmetik Branche

Video schauen statt Lesen

ICADA hat ein attraktives Veranstaltungs-Programm (hier klicken) fĂŒr die ICADA EXPO veröffentlicht. Damit werden nun viele Besucher auf die Messe und die MessestĂ€nde der Aussteller angezogen.

Wir laden Sie zum kostenlosen Besuch der ICADA EXPO unter sĂŒdlicher Sonne ein. Hier klicken + kostenloses Ticket erhalten. Bitte Sonnenbrille nicht vergessen. Wir haben noch einige StĂ€nde in der dritten Stand-Serie zu vergeben.

Das Programm Fachprogramm von Kongress, Seminar und Workshop finden Sie beim Klicken hier

Einsatz fĂŒr schnelle Wiedereröffnungen von Kosmetik-Instituten + Produktverkauf

ICADA-Lobby-Arbeit zur zĂŒgigen Wiedereröffung der Institute und Studios
damit der Produktverkauf und Behandlungen wieder zĂŒgig weitergehen. Wir haben im FrĂŒhjahr nachweisbar erfolgreich die schnelle Wiedereröffnung der Kosmetikinstitute durchgesetzt (siehe unten) aber wenig Kenntnisnahme oder Anerkennung dafĂŒr erreicht. Daher klĂ€ren wir dieses Mal vorher die tatsĂ€chlichen, konkreten WĂŒnsche zum Vorgehen von ICADA.
Wir wĂŒrden erneut zur schnellen Wiedereröffnung der Institute intervenieren, denn

  1. Kosmetik-Institute sind geringere Infektionsquellen als FriseurgeschÀfte
  2. Der Produktverkauf wird durch geschlossene Institute beeintrÀchtigt
  3. wir haben seit FrĂŒhjahr die Kontakte zu den EntscheidungstrĂ€gern

wenn Sie uns zum Einschreiten bei den Behörden und Ministerien auf dem Formular am Ende mandatieren.

Machen Sie uns bitte stark, uns stark fĂŒr Ihre Interessen zu machen. Wir brauchen Ihre Mitgliedschaft hier.

Formular fĂŒr Ihre WĂŒnsche zum Einschreiten von ICADA am Seitenende

  • Norm „kosmetische Dienstleistungen in der Covid-19 Phase“
  • wirtschaftliche Hilfe
  • praktische Hinweise
  • zusĂ€tzliche Marktoptionen fĂŒr Kosmetik-Hersteller
  • zusĂ€tzliche Umsatz-Optionen fĂŒr Kosmetikerinnen

Text der ICADA-Öffnungs-AntrĂ€ge
mit Risiko-Ranking + Hygiene-Norm
29.04.2020

Sehr geehrte/r „Entscheidungs-beteiligte/r“,

wir alle sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet fĂŒr Ihre BeitrĂ€ge zur BewĂ€ltigung der Krise. Wir wissen, dass Sie auch an den Wochenenden arbeiten, um fĂŒr die Bevölkerung die Auswirkungen so gering wie möglich gestalten.

ICADA e.V. und die DEGEUK e.V. sind die Stimme der Kosmetikhersteller und -dienstleister. Wir erreichen mit unseren Mitgliedern nahezu alle, von der SchließungsverfĂŒgung betroffenen Kreise. Wir kennen die bereits vorhanden und eingeĂŒbten Hygienestandard, die jedoch nicht ausreichen, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2 einzudĂ€mmen. 

Es gibt nun die fertige Norm zur Risiko-Vermeidung bei kosmetischen Dienstleistungen basierend auf einer fachlich wesentlich kompetenteren Risikobewertung als bisherige Bewertungen. Unsere Dienstleistungs-Norm-Erfahrung resultierend aus der Mitarbeit der Autoren-VerbĂ€nde DEGEUK und ICADA bei den europĂ€ischen CEN-Normierungsprojekten soll Ihre Ziele unterstĂŒtzen und liegt in der Anlage bei. Wir bitten Sie, sich auf Basis dieser Norm fĂŒr die Öffnung der Kosmetik-Institute auszusprechen.

Mehr als 190.000 strenger als Friseure arbeitende Kosmetikerinnen brauchen nĂ€mlich bei sachlich angemessener, zĂŒgiger Entscheidung keine finanziellen Hilfen und fallen nicht sozialen Systemen oder Krisen-Budgets zur Last, denn sie können sich selbst helfen. Eine zeitnahe Instituts-Öffnung ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Ergebnisse der Friseur-LĂ€den-Öffnungen sind kein Vergleichs-Maßstab fĂŒr die Arbeit der Kosmetikerinnen und Abwarten bringt keinen fachlichen Erkenntnis-Gewinn. Wir mussten feststellen, dass die Friseure unter wesentlich geringeren AnsprĂŒchen ab Montag wieder öffnen dĂŒrfen und Kosmetikerinnen nicht. Das hat bei den betroffenen Kreisen den Eindruck vermittelt, dass eine große Unkenntnis ĂŒber die Arbeitsweise in Kosmetikinstituten besteht. Die Kosmetik besteht nĂ€mlich nicht ausschließlich aus Gesichtsbehandlungen, sondern ĂŒberwiegend aus Behandlungen, die den Mindestabstand einhalten können.

Um Sie maximal bei Ihrer Risikobewertung zu unterstĂŒtzen haben wir zunĂ€chst die Argumente zusammengestellt, die Sie in ein mögliches Entscheidungs-Ranking einfließen lassen können. Im Anschluss und in den Anlagen legen wir den erweiterten Hygieneplanvor, der auf einer Risikobetrachtung beruht. In die Risikobetrachtung sind alle bisher wissenschaftlich bestĂ€tigten Ansteckungswege berĂŒcksichtigt.

sachliche Fakten fĂŒr das Zulassungs-Ranking zwischen Friseuren und Kosmetikerinnen

Die Öffnung von Kosmetik-Instituten ist sachlich begutachtet

  1. unbedenklicher
  2. System relevanter 

als die Öffnung von
ParfĂŒmerien (bereits seit 20.04. geöffnet)
Friseur-GeschĂ€ften (geplante Öffnung 4. Mai)

Kontakt-Vermeidung ist wesentlich leichter
weniger Personen im GeschÀftsraum
kein Durchgangsverkehr
Kontakt hauptsÀchlich nach Termin-Vereinbarungen
keine Menschenschlangen vor Kosmetik-Instituten wie bei GeschĂ€ften Ausschluss zufĂ€lliger Personenansammlungen durch Terminvereinbarung geringeren Besucher-Durchsatz als Frisör-GeschĂ€fte und ParfĂŒmerien

keine Innenstadt-Belastung durch Menschenmassen-Anziehung
Innenstadt-Mieten vertreiben Kosmetik-Institute aus den InnenstÀdten
Kosmetik-Institute entvölkern InnenstĂ€dte wegen der Verteilung ĂŒber die Stadt
bereits geöffnete ParfĂŒmerien bevölkern die InnenstĂ€dte und ziehen Menschen an
Institute ziehen Terminbesucher sofort aus dem öffentlichen Verkehr

hoher Hygiene-Standards in Kosmetik-InstitutenKosmetik-Ausbildung umfasst das Fach Hygiene
kosmetischer Dienstleistungs-Norm EN 17 226 umfasst Hygiene-Vorschriften beim Instituts-Betrieb
immer schon höhere Hygiene-Standards als Friseure und ParfĂŒmerien in Kosmetik-Instituten
Kosmetik-Institute werden von den GesundheitsĂ€mtern ĂŒberwacht
zusĂ€tzliche Hygiene-Vorrichtungen, unter denen Friseure und bereits geöffnete ParfĂŒmerien nicht arbeiten könnten
Einhaltung der neuen Arbeitsschutz-Standards
dokumentiere Besucher-Daten schon bei der Termin-Vereinbarung und lĂŒckenloses Tracking auch bei Kunden ohne App
geöffnete Institute in der Schweiz, in DÀnemark, in Teilen Italiens dokumentieren bereits die Unbedenklichkei
keine SchwÀchung der Hautbarriere wie beim Haarwaschen
kein VersprĂŒhen von Viren-transportierenden Aerosolen (Föhnen, Haarspray)
Arbeit unter Risiko-vermeidungs-Norm fĂŒr Kosmetik-Institut basierend auf dokumentierter Risikobetrachtung
kein Kontakt von Haut zu Haut
mobile Schutz-Visiere mit gleichen physikalischen Eigenschaften wie Acryl-WĂ€nde

Arbeitsschutz-Anforderungenenge Verhaltensregeln durch die neue europĂ€ische CEN-Dienstleistungs-Norm (fehlt bei Frisören und bei bereits geöffneten ParfĂŒmerien)
+Einhaltung der neuen Arbeitsschutz-Standards
+Öffnungs-Norm fĂŒr Kosmetik-Institut basierend auf dokumentierter Risikobetrachtung  (strenger/umfassender als Arbeitsschutzstandard fĂŒr das Friseurhandwerk)

System-Relevanz von Kosmetik-Instituten im Vergleich zu Friseuren
System-relevant: Kosmetik ist Gesunderhaltung des 2qm großen Organs Haut und der Anhangsgebilde,
Krankheiten durch lĂ€ngere Haare sind unbekannt 
Krankhafte HautzustÀnde und psychische Verletzungen entstehen durch unterlassene kosmetische Akne-Reinigung
nicht professionell gepflegte Naildesign-NĂ€gel fĂŒhren zu EntzĂŒndungen, Abrissen, Verletzungen
dagegen resultieren etwas lÀngere Haare nicht in krankhaften ZustÀnden
Haare waschen, schneiden, fönen und fÀrben kann der Mensch im Notfall selber
Krisen-Bedeutung fĂŒr die StĂ€rkung des Bevölkerungs-Gesundheits-Zustands und der AbwehrkrĂ€fte durch bewĂ€hrte emotionale Zuwendung der Kosmetikerin zu den Kund(inn)en

vollstĂ€ndige ErfĂŒllung der Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus
durch unter anderem
GeschÀftslokale unter 800 qm
dokumentierte Besucher-Daten schon bei der Termin-Vereinbarung
lĂŒckenloses Tracking auch bei Kundinnen ohne App

hoher zusÀtzlicher Beitrag zur KrisenbewÀltigungeinzigartige Option zur Kunden-Hygieneschulung bei Kosmetikbehandlung
Verteiler-Zentren von gern getragenen, weil optisch attraktiven Nasen- und Mund-Alltagsmasken kostengĂŒnstig bereitgestellt von Kosmetik-Firmen
Verkauf von notwendigen, aber auch kosmetisch ansprechenden Hygiene-Produkten, die dann deshalb auch gern benutzt werden (Desinfektions-PrĂ€parate, Handpflege nach hĂ€ufigem HĂ€ndewaschen, Pflege der durch Masken strapazierten Haut, besonders milde Seifen fĂŒr hĂ€ufiges HĂ€ndewaschen…)
Beitrag zur StÀrkung des Bevölkerungs-Gesundheit und der AbwehrkrÀfte durch bewÀhrte FÀhigkeiten der emotionalen Zuwendung zu den Kund(inn)en.

Bitte geben Sie der Kosmetikerin die Chance

  • BeitrĂ€ge zur Gesunderhaltung und KrĂ€ftigung des Gesundheitsstatus der Bevölkerung leisten zu dĂŒrfen
  • sich wirtschaftlich selber helfen zu dĂŒrfen und nicht den sozialen Systemen oder Krisen-Budgets zur Last zu fallen.  

Wir möchten Sie bei Ihrer Arbeit unterstĂŒtzen und teilen mit diesem Schreiben unsere Ausarbeitung des Corona-Leitfadens fĂŒr Kosmetikinstitute.

Das Dokument besteht aus 4 Teilen und kann fĂŒr die unterschiedlichsten Dienstleister mit KörpernĂ€he verwendet werden.
Teil 1 beschreibt Ansteckungswege, Risiken und teilt Behandlungen in 4 Risikogruppen ein.
Teil 2 beschreibt wie Risiken vermieden, bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit durch Sicherheitsmaßnahmen verringert werden können.
Teil 3 zĂ€hlt konkrete Handlungsanweisungen auf, um die Schutzziele erfĂŒllen zu können.
Teil 4 ist der Leitfaden, hier im Beispiel fĂŒr Kosmetikbetriebe. Dieser Teil wird den Betrieben zur VerfĂŒgung gestellt, um ein individuell auf die angebotenen Behandlungsmethoden abgestimmten Hygieneplan erarbeiten zu können.

Wir sind ĂŒberzeugt, dass die Beachtung unseres Corona Leitfadens fĂŒr Dienstleistungsbetriebe mit Körperkontakt den schwierigen Spagat zwischen dem Gesundheitsschutz einerseits und der Wirtschaft andererseits zu gewĂ€hrleistet.

Wir bitten um ausgewogene Entscheidungsfindung, wenn weniger qualitativ Verhaltens-genormte Friseur-GeschĂ€fte zu Dienstleistungen öffnen und ParfĂŒmerien bereits wieder arbeiten, aber Risiko-Ă€rmere Kosmetikerinnen ĂŒbergangen werden.

Über Ihre positive RĂŒckmeldung wĂŒrden wir uns besonders freuen und verbleiben mit Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Heinz Freier
GeschĂ€ftsfĂŒhrung DEGEUK eV
Dr.Reinhold A.Brunke
GeschĂ€ftsfĂŒhrung ICADA eV

regulatorische Basis der Instituts Öffnungen zum Produkt-Verkauf (17.04.20)

Schon nach der Verordnung „zum Schutz vor Covid-19“ (hier Covid-VO nachzulesen) vom 16.04.2020 bestand kein Verordnungs-Hindernis * zum Verkauf kosmetischer Produkte in Instituten fĂŒr

  1. Fußpflege
  2. Kosmetik
  3. Dermatologie
  4. Naildesign (125% Nagellack-Umsatz in der Krise !) 

Durch Interessensvertretung und Kontakten zu mehr als 50 an Entscheidungen beteiligten Ministerien, LĂ€nderbehörden, Ämtern und Organisation (Schreiben unten folgend) hat ICADA nun mehrfach die BestĂ€tigung erhalten, dass Instituts-Öffnungen zum Verkauf möglich sind,  wenn dieser GeschĂ€ftszweck wie ĂŒblich im Handelsregister eingetragen ist.

*geprĂŒft und bestĂ€tigt in NRW, bitte prĂŒfen Sie die Corona-VO in Ihrem Bundesland zur Sicherheit

Darum sollten Ihre Kundinnen zeitnah die Institute öffnen:

  • Existenzsicherung durch Produktverkauf
  • Kundenbindungs-Pflege
  • Verhinderung von Kundenverlust an andere VertriebskanĂ€le
  • neues Dienstleistungsfeld „Hygiene-Center“ mit derzeit stark gefragten Produkten**
  • Hygiene-Produkte**: Fensterwerbung und TĂŒröffner fĂŒr sonst unbesuchte Institute
  • zusĂ€tzliche Umsatzpotenziale**
  • Anwendungen emotionaler Streicheleinheiten wie Empathie und einfach nette GesprĂ€che (essentieller Bestandteil kosmetischer Behandlungen) sind weiterhin praktizierbar und werden von Kundinnen gesucht (Werbeeffekt durch Einladung)
  • BeratungsgesprĂ€che fĂŒr ĂŒbergangsweise Homecare mit entsprechendem Produkt-Verkauf
    ICADA hat damit zunÀchst Ihre Produkt-UmsÀtze abgesichert.

Unbedenklichkeits-Ranking
zu Kosmetik Instituts Öffnungen
Text des ICADA-Interventions-Schreiben (23.04.)

bei verschiedenen Referaten des Wirtschaftsministeriums und beim Wirtschaftsminister Altmaier, den Landesregierungen, Vertretung von Handwerk und Industrie und Politik-Berater-Gremien.

Sehr geehrt „angeschriebener EntscheidungstrĂ€ger„
zunĂ€chst nochmals vielen Dank fĂŒr die umfangreiche und hervorragende Arbeit, die Sie alle bisher in der Krise leisten. Im Gegenzug dazu wollten wir einen Beitrag zur weiteren sachlich angemessenen Entscheidungsfindung leisten.

Mehr als 190.000 Kosmetikerinnen brauchen bei sachlich angemessener Entscheidung keine Hilfe, denn sie können sich selber helfen.

Über die Rechtslage hinaus gibt es nĂ€mlich noch eine Bewertungsgrundlage, auf deren Basis Frisöre am 4. Mai wieder öffnen dĂŒrfen und ParfĂŒmerien bereits geöffnet haben. Bei Heranziehung dieser Bewertungsgrundlage könnte eventuell der Öffnung von Kosmetik-Instituten ein Vorrang vor Frisören und Parfumerien zugestanden werden: die Öffnung von Kosmetik-Instituten ist sachlich begutachtet

  • unbedenklicher
  • System relevanter

als die Öffnung von ParfĂŒmerien (bereits seit 20.04. geöffnet) und Frisör-GeschĂ€ften (geplante Öffnung 4. Mai)

Kontakt-Vermeidung ist wesentlich leichter
weniger Personen im GeschÀftsraum
kein Durchgangsverkehr
Kontakt hauptsÀchlich nach Termin-Vereinbarungen
keine Menschenschlangen vor Kosmetik-Instituten wie bei GeschÀften
Ausschluss zufÀlliger Personen-Ansammlungen durch Terminvereinbarung
eringeren Besucher-Durchsatz als Frisör-GeschĂ€fte und ParfĂŒmerien

keine Innenstadt-Belastung durch Menschenmassen-Anziehung
Innenstadt-Mieten vertreiben Kosmetik-Institute aus den InnenstÀdten
Kosmetik-Institute entvölkern InnenstĂ€dte wegen der Verteilung ĂŒber die gesammte Stadt
bereits geöffnete ParfĂŒmerien bevölkern die InnenstĂ€dte wieder und ziehen Menschen an
Institute ziehen Terminbesucher sofort aus dem öffentlichen Verkehr ab

hohe Hygiene-Standards in Kosmetik-Instituten
Kosmetik-Ausbildung umfasst auch das Fach Hygiene
kosmetische Dienstleistungs-Norm EN 17 226 umfasst Hygiene-Vorschriften beim Instituts-Betrieb
höhere Hygiene-Standards als Frisöre und ParfĂŒmerien
Kosmetik-Institute werden von den GesundheitsĂ€mtern ĂŒberwacht
zusĂ€tzliche Hygiene-Vorrichtungen, unter denen Frisöre und bereits geöffnete ParfĂŒmerien nicht arbeiten könnten
Einhaltung der neuen Arbeitsschutz-Standards
dokumentiere Besucher-Daten schon bei der Termin-Vereinbarung und lĂŒckenloses Tracking auch bei Kunden ohne Tracking-App
geöffnete Institute in der Schweiz, in DĂ€nemark, in Teilen Italiens auf Basis  von Unbedenklichkeits- Dokumentationen
keine SchwÀchung der Hautbarriere wie beim Haarwaschen
kein VersprĂŒhen von Viren-transportierenden Aerosolen (Föhnen, Haarspray)
Arbeit unter „Öffnungs-Norm fĂŒr Kosmetik-Institute„ basierend auf dokumentierter Risikobetrachtung

Arbeitsschutz-Anforderungen
ErfĂŒllung der Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus vom 16.04.20
enge Verhaltensregeln durch die neue europĂ€ische CEN-Dienstleistungs-Norm (fehlt bei Frisören und bei bereits geöffneten ParfĂŒmerien)
Einhaltung der neuen Arbeitsschutz-Standards
+“Öffnungs-Norm fĂŒr Kosmetik-Institute„ basierend auf dokumentierter Risikobetrachtung  (strenger/umfassender als BGW-Arbeitsschutzstandard fĂŒr das Friseurhandwerk)

System-Relevanz von Kosmetik-Instituten
Kosmetik ist Gesunderhaltung des 2qm großen Organs Haut und der Anhangsgebilde
Kosmetik-Anwendungen sind Pflege der Seele besonders im Krisen-Druck nötig
Haare waschen, schneiden, föhnen und fÀrben kann der Mensch selber zu Hause
Kosmetische Behandlungen haben Bedeutung fĂŒr die StĂ€rkung des Bevölkerungs-Gesundheits-Zustands und der AbwehrkrĂ€fte durch bewĂ€hrte emotionale Zuwendung der Kosmetikerin zu den Kund(inn)en

vollstĂ€ndige ErfĂŒllung der Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus vom 16.04.20 durch unter anderem
GeschÀftslokale unter 800 qm
dokumentierte Besucher-Daten schon bei der Termin-Vereinbarung
lĂŒckenloses Tracking auch bei Kundinnen ohne Tracking-App
Beachtung aller Punkte der „Corona-Verordnung“
+“Öffnungs-Norm fĂŒr Kosmetik-Institute„ basierend auf dokumentierter Risikobetrachtung
+Einhaltung der neuen Arbeitsschutz-Standards
Beispiel: Instituts-Öffnungen in der Schweiz, in DĂ€nemark und in Teilen Italiens auf Basis Unbedenklichkeits-Dokumentionen.

hoher zusÀtzlicher Beitrag zur KrisenbewÀltigungeinzigartige Option zur Kunden-Hygieneschulung bei Kosmetikbehandlung
Verteiler-Zentren von gern getragenen, weil optisch attraktiven Nasen- und Mund-Alltagsmasken kostengĂŒnstig bereitgestellt von Kosmetik-Firmen
Verkauf von notwendigen, aber auch kosmetisch ansprechenden Hygiene-Produkten, die dann deshalb auch gern benutzt werden (Desinfektions-PrĂ€parate, Handpflege nach hĂ€ufigem HĂ€ndewaschen, Pflege der durch Masken strapazierten Haut, besonders milde Seifen fĂŒr hĂ€ufiges HĂ€ndewaschen
)
Beitrag zur StÀrkung des Bevölkerungs-Gesundheit und der AbwehrkrÀfte durch die bewÀhrten FÀhigkeiten der emotionalen Zuwendung zu den Kund(inn)en. Kosmetik ist Pflege von Haut und Seele.

Bitte geben Sie der Kosmetikerin die Chance

  • BeitrĂ€ge zur Gesunderhaltung und KrĂ€ftigung des Gesundheitsstatus der Bevölkerung leisten zu dĂŒrfen
  • sich wirtschaftlich selber helfen zu dĂŒrfen und nicht den sozialen Systemen oder Krisen-Budgets zur Last zu fallen.

Wir bitten um ausgewogene Entscheidungsfindung im Sinne der Wiedereröffnungen auch von Kosmetik-Instituten, wenn Friseur-GeschĂ€fte öffnen und ParfĂŒmerien bereits wieder arbeiten.

Bitte bleiben Sie bitte gesund, denn wir brauchen Sie Ihr

Dr.Reinhold A.Brunke
GeschĂ€ftsfĂŒhrung ICADA e.V.Kosmetik-Verband fĂŒr Service, Information und Interessensvertretung
akkreditiert im Bundestag-Register
EU-commission transparencylist ID 68184848165-11
Amtsgericht DĂŒsseldorf Registerblatt VR 10135
Sitz der GeschĂ€ftsstelle: Rosenstr. 34 D-40479 DĂŒsseldorf

zusÀtzliche Umsatz-Optionen
fĂŒr Kosmetik-Firmen und Kosmetik-Institute

  • anti Maskne-Pflege, Pickel-Killer (siehe Publikation)
  • Mundpflege mit antviraler Wirkung (siehe Publikation)
  • Vitamin D-Pflege zur UnterstĂŒtzung der Imunabwehr (siehe Wirksamkeits-Publikationen)
  • Pflege der Hautmissbefindlichkeiten von Covid-19 Betroffenen
  • besondere Handpflege fĂŒr hĂ€ufig gewaschene HĂ€nde (siehe Publikationen)
  • milde EcoWash Seifen fĂŒr hĂ€ufiges HĂ€ndewaschen
  • angepasste Gesichtspflege fĂŒr den Maskenbereich
  • kosmetisch ansprechend Desinfektionsmitteln aus Kosmetikfirmen-Herstellung
  • Aromaöle fĂŒr Stimmung und Beitrag zur Gesunderhaltung
  • NahrungsergĂ€nzungsmittel zur Gesunderhaltung (siehe ICADA-Mail zu Vitamin D)
  • emotionale Hygiene durch Zuwendung und GesprĂ€che
  • Mund- und Nasen-Masken mit Werbeaufdruck Ihrer Marke (gesponsert)
  • Acryl-Visier mit Werbeaufdruck Ihrer Marke (Lieferadressen bei ICADA verfĂŒgbar)
  • Hygiene-Schutzeinrichtungen
  • Fitness-Uhren zum Tracken (gibt es unter 5 EUR Einkaufspreis zuzĂŒgl Bedruckung)


Desinfektionsmittel-Herstellung durch Kosmetikfirmen

Quellen-Nachweis fĂŒr Kosmetikerinnen-Schutzmasken www.deavita.com. Weitere Bezugsquellen hier anfragen

Herstellung nun noch leichter fĂŒr Kosmetikfirmen
neuer Erlass vom 20.03.30
kĂŒrzt Erlass vom 13.03.20 TĂ€tigkeitsnachweis vor 04.03.20 gestrichen
vollstÀndiger Erlass hier einsehbar
Antworten des BAuA zu weiteren Fragen finden Sie hier


wirtschaftliche UnterstĂŒtzung
der Kosmetik-Firmen

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket zur wirtschaftlichen Sicherung der deutschen Industrie-Firmen auf den Weg gebracht. Dazu gehören
nicht rĂŒckzahlbare Sonderzahlungen
Steuerstundung,
Reduzierung der Sozialleistungen,
Arbeitszeit-Flexibilisierung,
LiquiditÀts-Hilfen,
KfW-Kredite,
Ausweitung der Start-Up-Hilfen,
Förderprogramme
Nationale Kontaktstellen fĂŒr KMU*
Datenblatt Schutzschild fĂŒr Unternehmen* (Förderprogramme)
Hotline im Ministerium
und vieles mehr.

Soforthilfen ab 30.03.2020 verfĂŒgbar

25.000 EUR fĂŒr Firmen bis 50 Mitarbeiter*
15.000 EUR fĂŒr Firmen bis 10 Mitarbeiter
9.000 EUR fĂŒr Firmen bis 5 Mitarbeiter
*nur in NRW
Kontakt mit weiterfĂŒhrenden Informationen:

Antragsstellen fĂŒr Soforthilfen bei Landesinvestitionsbanken (Namen anklicken)

1.  Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)  
2.  Bremer Aufbau-Bank GmbH  
3.  Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)  
4.  NBank Investitions- und Förderbank Niedersachsen  
5.  NRW.BANK  
6.  Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)GmbH   
7.  SIKB SaarlĂ€ndische Investitionskreditbank AG  
8.  L-Bank Landeskreditbank Baden-WĂŒrttemberg -Förderbank  
9.  LfA Förderbank BayernBayernLaBo – Bayerische Landesbodenkreditanstalt 
10.  Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern – GeschĂ€ftsbereich der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 
11.  Investitionsbank Berlin 
12.  InvestitionsBank des Landes Brandenburg 
13.  Investitionsbank Sachsen-Anhalt – Anstalt der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 
14.  ThĂŒringer Aufbaubank 
15.  SAB SĂ€chsische AufbauBank – Förderbank
 16.  Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen -rechtlich unselbststĂ€ndige Anstalt in der Landesbank Hessen-ThĂŒringen Girozentrale 
Quelle Investitionsbank Schleswig-Holstein

Bundesweit tĂ€tig:        
KfW BankengruppeLandwirtschaftliche Rentenbank

BĂŒrgschaftsbanken fĂŒr gĂŒnstige Kredite (Quelle BMWi)

BezeichnungStraßeOrtE-MailTelefon
BĂŒrgschaftsbank Baden-WĂŒrttemberg GmbHWerastraße 13-1770182 Stuttgartinfo@buergschaftsbank.de0711-16 45-6
BĂŒrgschaftsbank Bayern GmbHMax-Joseph-Straße 480333 MĂŒncheninfo@bb-bayern.de089-54 58 57-0
BBB BĂŒrgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbHSchillstraße 910785 Berlininfo@buergschaftsbank-berlin.de030-31 10 04-0
BĂŒrgschaftsbank Brandenburg GmbHSchwarzschildstraße 9414480 Potsdaminfo@BBimWeb.de0331-649 63-0
BĂŒrgschaftsbank Bremen GmbHAm Wall 187-18928195 Bremeninfo@buergschaftsbank-bremen.de0421-33 52-33
BĂŒrgschaftsGemeinschaft Hamburg GmbHBesenbinderhof 3920097 Hamburgbg-hamburg@bg-hamburg.de040-61 17 00-0
BĂŒrgschaftsbank Hessen GmbHGustav-Stresemann-Ring 965189 Wiesbadeninfo@bb-h.de0611-15 07-0
BĂŒrgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbHGraf-Schack-Allee 1219053 Schwerininfo@bbm-v.de0385-395 55-0
NiedersĂ€chsische BĂŒrgschaftsbank (NBB) GmbHHildesheimer Straße 630169 Hannoverinfo@nbb-hannover.de0511-337 05-0
BĂŒrgschaftsbank NRW GmbHHellersbergstraße 1841460 Neussinfo@bb-nrw.de02131-51 07-0
BĂŒrgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbHRheinstraße 4 H55116 Mainzinfo@bb-rlp.de06131-629 15-5
BĂŒrgschaftsbank Saarland GmbHFranz-Josef-Röder-Straße 1766119 SaarbrĂŒckeninfo@bbs-saar.de0681-30 33-0
BĂŒrgschaftsbank Sachsen GmbHAnton-Graff-Straße 2001309 Dresdeninfo@bbs-sachsen.de0351-44 09-0
BĂŒrgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbHGroße Diesdorfer Straße 22839108 Magdeburginfo@bb-mbg.de0391-737 52-0
BĂŒrgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbHLorentzendamm 2224103 Kielinfo@bb-sh.de0431-59 38-0
BĂŒrgschaftsbank ThĂŒringen GmbHBonifaciusstraße 1999084 Erfurtinfo@bb-thueringen.de0361-21 35-0


Kontaktstellen fĂŒr Ihre Anfragen beim Ministerium
foerderberatung@bmwi.bund.de
https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html

ICADA-Lobby-Arbeit

Obwohl in Behandlungs-Instituten (Kosmetik, Fußpflege, Naildesign…) ein hoher Anspruch an Hygiene gestellt wird, macht das Verbot von persönlichen Kontakten zur Unterbrechung der Infektions-Kette Sinn.

Andererseits ist die Kosmetik in Deutschland unter dem LFGB (Lebensmittel- und Futtermittel-Gesetzbuch Abschnitt 4) geregelt und da GeschĂ€fte zum Verkauf von Lebensmitteln weiterhin geöffnet bleiben dĂŒrfen, sollte der Verkauf kosmetischer Mittel auch weiterhin ermöglicht werden. So wĂŒrden die UmsĂ€tze der professionellen Kosmetikanweder (Kosmetikerinnen, Fußpfleger/innen, Naildesigner/innen ) nicht vollstĂ€ndig wegbrechen. Bei Meldung ausreichender Interessenten wĂŒrde ICADA natĂŒrlich auch diese Lobby-Aufgabe ĂŒbernehmen. (Formular unten ausfĂŒllen)

EinschÀtzung

Auch in dieser Situation greift unsere kontinuierliche Empfehlung, bevorzugt hochwertige, wirksame Kosmetik-Produkte im Markt anzubieten wieder einmal. Label verkaufen keine Produkte, aber gute Verbraucher-Erfahrung mit QualitĂ€t und Wirksamkeit. Hier haben wieder einmal KMU gute Chancen dank Kundenbindung durch QualitĂ€t durch die Krise weniger beschĂ€digt durchzukommen. Auch zĂ€hlt der persönliche Kontakt zwischen Hersteller und EinkĂ€ufer/VerkĂ€ufer. DarĂŒber hinaus haben flexible Kosmetik-Firmen zusĂ€tzliche Umsatz-Optionen durch besonders gefragte Produkte. Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Prognosen auf dem Formular unten mit.

Wir haben Ihnen eine Übersicht ĂŒber die Maßnahmen verschiedener Mitgliedsstaaten zur StĂŒtzung der Wirtschaft und die daraus konsolidierten Lobby-Ziele im Mitgliederbereich hier hinterlegt. Da ICADA als einziger Verband mit der GeschĂ€ftsstelle in Deutschland direkten Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen der EU Kommission hat, werden wir Sie ĂŒber das Ergebnis unserer politischen Arbeit in BrĂŒssel fĂŒr die Zeit der Krise und den Branchen-Relaunch danach auf dem Laufenden halten. Bitte prĂŒfen Sie kritisch die vorgestellten Maßnahmen, definieren Sie weitere Lobby-Ziele und informieren Sie uns ĂŒber das Website-Formular am Ende Textes.

EntschÀdigungs-AntrÀge
Wir haben fĂŒr den Fall von amtlichen Schließungs-Vorschriften hier den EntschĂ€digungsantrag fĂŒr SelbststĂ€ndige hinterlegt.

Wir machen uns stark auch fĂŒr Ihr Unternehmen, bitte machen Sie uns stark fĂŒr diese Aufgabe durch Ihre Mitgliedschaft (Mitgliederregistrierungen hier)
Wir sind fĂŒr Sie da in guten und besonder in Problem-Zeiten
Ihr ICADA-Team

Mit dem nachfolgenden Formular können Sie

  • ICADA zum Einsatz fĂŒr schnelle Institutsöffnungen mandatieren
  • uns Ihre konkreten WĂŒnsche zum politischen Einsatz fĂŒr Ihre Interessen formulieren

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Bitte Anmeldedatum eingeben. Format TT.MM.JJJJ


Sicherheitsfrage

Mikroplastik-EinschrÀnkungen der EU-Kommission unangemessen

2017 ĂŒbergab die EU Kommission der ECHA (europĂ€ische Chemikalien Agentur) das Mandat, Empfehlungen fĂŒr die Regulierung von Mikroplastik zu erarbeiten. Der ECHA-Entwurf (hier nachlesbar) wurde bereits vor langer Zeit von ICADA bekannt gemacht . Nun sind in der letzten Woche 2 wichtige HĂŒrden

  1. Zustimmung der RAC (Risk Assessment Committee)
  2. Zustimmung der SEAC (Socio-economic Analysis Committee)

genommen worden und wir erwarten in den nÀchsten Tagen (nach Publikation des SEAC-Assessments) den Beginn einer weiteren öffentlichen Anhörung mit Einspruchsmöglichkeiten der betroffenen Industrie.

ICADA kritisiert:
1. falsche Annahmen der ECHA ĂŒber den Mikroplastik-Beitrag der Kosmetik-Industrie in Höhe von 2% (mutmaßlich nur maximal1%)
2. Kennzeichnungspflicht fĂŒr spezielle Filmbildner, Gelbildner
3. Forderung von Nachweisen der biologischen Abbaubarkeit (RAC)
4. Wegfall des unteren Limits der erfassten TeilchengrĂ¶ĂŸe (RAC)

Positiv zu bewerten ist allerdings die Tatsache, dass selbsternannte Bundes-VerbraucherschĂŒtzer und Inhalts-Check-Webportale nicht mehr mit dem Begriff
—-flĂŒssige Mikroplastik Produkte abwerten können,
ohne den Anspruch fachlicher Kompetenz zu riskieren.

Obwohl nicht juristisch korrekt in REACH verankert (der BeschrĂ€nkungsgegenstand ist nicht auf konkreten Stoff bezogen), soll die Regelung in der ersten HĂ€lfte des kommenden Jahres 2021 in Kraft treten Sollte Sie EinsprĂŒche gegen den ECHA-Entwurf (hier) oder die RAC-Stellungnahme (hier) haben, bitten wir um formlose Anweisungen zur Vertretung Ihrer Interessen bei der EU-Kommission durch ICADA  ĂŒber das Kontaktformular hier.

Norm fĂŒr „Dienstleistungen in Kosmetiksalons beschĂ€mend gescheitert

fehlende Instituts-Zertifizierungen seit Norm-VerfĂŒgbarkeitZertifizierungen nicht finanzierbar durch Zielgruppe
fehler- und lĂŒckenhafte Arbeit
von Mediziner-Lobby zu Sicherheits-Norm umfunktioniert + beschnitten
ĂŒberholt durch deutsche Gesetzgebung

Die Norm fĂŒr „Dienstleistungen in Kosmetiksalons“ EN 17226/16708 wurde damals als „echte Chance fĂŒr unsere gesamte Branche“ und als ein „Durchbruch in Richtung auf europaweit einheitliche Standards fĂŒr Dienstleistungskosmetik“ (Zitate) gefeiert.

Die Chance scheint vergeben. Anfang 2019 wurde die Norm als „nun einsatzbereit“ verkĂŒndet, aber zertifizierte Kosmetik-Institute sind schwer zu finden. 

Die Norm-UnterstĂŒtzer hatten u.a. nicht berĂŒcksichtigt, dass sich die Zielgruppe „Kosmetikerinnen“ derartige Instituts-Zertifizierungen finanziell gar nicht leisten kann. Die Norm ist in weiten Teilen ĂŒberflĂŒssig, denn viele Norm-Bestandteile sind bereits (NiSV) oder werden (MDR) durch gesetzliche Regelungen redundant. Eine nutzlose Norm wird als Branchen-Chance empfohlen. Es gibt in Europa zudem viele regulatorische Norm-Abweichungen. Die vielen fachlichen Kritikpunkte von ICADA können Sie hier weiterlesen

ICADA hatte daher seit Anbeginn der Entwicklungsarbeiten auf die vielen an unseren QualitĂ€ts-AnsprĂŒchen gemessenen Schwachpunkte des Norm-Konzepts hingewiesen und immer wieder von Weiterverfolgung abgeraten (Details), um weiteren Schaden fĂŒr Kosmetik-Institute und deren Lieferanten zu vermeiden. Es ist wirtschaftlicher, den Aufwand in hochwertige Produkte und GerĂ€te zu investieren.

ICADA arbeitet trotzdem noch in der CEN/BTTF-Gruppe/BrĂŒssel mit, um weiteren Schaden fĂŒr die Branche (siehe Details hier) zu verhindern. Am Montag findet nun die letzte Sitzung der CEN/BTTF-Gruppe statt ungeachtet

  • der Norm-UnvollstĂ€ndigkeit wegen jetzigem Abbruch weiterer Arbeit 
  • der Umwandlung von der Dienstleistungs-Norm in eine „Sicherheits-Norm“
  • des falschen Eindrucks, bewĂ€hrte prĂ€parative und apparative Methoden dĂŒrfen nicht von der Kosmetikerin durchgefĂŒhrt werden, weil sie in der Norm fehlen
  • Ignorierung der BeitrĂ€ge und Einwendungen der Kosmetikerinnen-VerbĂ€nde durch den CEN-Vorsitzenden
  • EinfĂŒhrung einer Red-Flag-List von diskussionswĂŒrdigen Warnhinweisen
  • dessen, dass Mediziner-VerbĂ€nde nicht in eine kosmetische Arbeitsgruppe gehören und dann dort aus WettbewerbsgrĂŒnden dominierend ĂŒber den Norm-Inhalt bestimmen,
  • verkĂŒrzten Umfangs der ĂŒblichen Behandlungsmethoden, Anwendungen blockierende Sicherheitsauflagen, weitere Beispiele siehe hier

wird einfach nun der zweite Teil (EN 17227 „special Treatments“) mit den vielen Auslassungen, Schwach-und Kritik-Punkten abgeschlossen.

ICADA empfiehlt weiterhin im Widerspruch zu den damaligen Chancen-AnkĂŒndigungen den Kosmetikfirmen, Kundinnen wegen der vielen Schwachstellen von Instituts-Zertifizierung nach EN 17226/7 abzuraten.

Da auch die UnterstĂŒtzung der Hauptbetroffenen, den Kosmetikerinnen-VerbĂ€nden fehlt, lĂ€dt ICADA zusammen mit DEGEUK die interessierten Firmen, die aber generell das Konzept eines QualitĂ€ts-Zeichens grundlegend gut finden, ein, in ErgĂ€nzung zu bereits bestehenden, bewĂ€hrten QualitĂ€ts-Auszeichnungen fĂŒr Kosmetikerinnen gemeinsam einen

  • von den Instituten finanzierbaren
  • fĂŒr Instituts-Kundinnen werblich gut erkennbaren
  • sinnvollen Instituts-Zertifizierungs-Standard

zu entwickeln, publizieren und die Anwendung erfolgreich im Markt durchzusetzen. ICADA hat Qualifizierung fĂŒr Normierungs-Kompetenz bereits mit anderen Labeln bewiesen.

verpasste Norm-Ziele

viele Normen normieren mit Zahlen und Fakten,

die EN 16708 hat vorwiegend generelle Beschreibungen und AbsichtserklÀrungen ohne zumindest einen Faktenrahmen

Die Norm bietet keine stringente Verhaltens-Richtlinie fĂŒr Kosmetikerinnen

Wenn man die Ausbildung verbessern will, muss man die Ausbildung mit Gesetz, Verordnungen, Leitlinien oder Norm verbessern (nicht mit einer Norm EN 16708 fĂŒr Einrichtungen, Protokolle, Leistungsumfang)

Wenn man die QualitÀt verbessern will, muss man die QualitÀt mit Kriterien festlegen in einer QualitÀts-Norm

Allein Sicherheitsberichte verbessern nicht die Sicherheit
Wenn man die Sicherheit verbessern will, muss man die Sicherheit in einer Sicherheits-Norm mit Kriterien festlegen

Wenn man BerufsausĂŒbung auf Fachpersonal beschrĂ€nken will, muss man gesetzliche Regelungen fĂŒr den Ausschluss Fach-fremden Personals treffen

Norm-Ziel war bessere BehandlungsqualitÀt,

  • das Ziel scheint nicht erreicht, aber das Ergebnis ist
  • mehr Zeitaufwand fĂŒr Berichte, weniger fĂŒr Behandlungen/Verkauf
  • hoher Kostenaufwand fĂŒr Zertifizierungen und Wiederholungen
  • Kostenaufwand fĂŒr die Erreichung der KonformitĂ€t in Einrichtung, GerĂ€ten, Protokoll-Unterlagen

Generelles

Die Kosmetikerin hat keine Ausbildung in den geforderten Leistungen wie Sicherheitsbewertung, Allergie-Test, Reaktionsteste, Gefahrstoffverordnung, Protokoll-FĂŒhrung

Der Begriff „Medical beauty“ ist nicht in Einklang mit der Norm

Der Inhalt scheint nicht (ausreichend) bekannt, aber es werden in der Branche trotzdem bereits Entscheidungen dazu gefÀllt

keine Transparenz fĂŒr Endverbraucher/Studio-Kundinnen: die Normschrift ist Privateigentum und nur gegen GebĂŒhr erhĂ€ltlich

AusfĂŒhrliche Stellungnahme

A)    Wirtschaftliche Konsequenzen der EN 16708 fĂŒr

  1. Kosmetikerinnen
  2. Anbieter prÀparative Kosmetik
  3. Anbieter apparative Kosmetik

B)   Sachliche Konsequenzen

  1. Ausbildung
  2. Sicherheit
  3. QualitÀt
  4. FreizĂŒgigkeit der BerufsausĂŒbung

C)   apparative Kosmetikanwendungen in Grauzonen
werden durch aktuelle Diskussionen in die Aufmerksamkeit der Behörden gezerrt

A)Wirtschaftliche Konsequenzen

a.Kosmetikerinnen
die Dienstleistungs-Norm belastet Kosmetikerinnen mit

1)Zusatz-Kosten (stehen fĂŒr PrĂ€parate-Einkauf nicht mehr zu VerfĂŒgung)
Ausbildung nach EQF
neuen Einrichtungskosten
Umbaukosten
GerÀtekosten
Zertifizierungs-Kosten einmalig
Zertifizierungskosten jÀhrlich wiederkehrend
Wie kommuniziert die Kosmetikerin Zertifizierung: Lizenzkosten fĂŒr Logo
zusÀtzlichen Weiterbildungskosten
Personalkosten fĂŒr eine vP
Wartungsvertrag mit GerÀte-Techniker
Probebehandlungen gemĂ€ĂŸ Norm

2)Zeitverlust durch (mindert ZeitverfĂŒgbarkeit fĂŒr Behandlungen)
Zeitaufwand fĂŒr Risikobeurteilungen
VorprĂŒfungen der Kundin
kostenlose Probebehandlungen (Sample-Treatment)
Mediziner-Empfehlung, Kommunikation mit empfohlenen Ärzten
Hygienemaßnahmen-Dokumentation
Aufzeichnung der Kundenberatung
Aufzeichnung der Kunden-Resonanz

3)weitere diskussionwĂŒrdige Fakten
Kosmetikerinnen mĂŒssen sich auf Lieferanten festlegen, die die Zertifizierung mitfinanziert haben
Wettbewerbsnachteil zertifizierter Kosmetik-Institute: Erreichung der KonformitĂ€t und jĂ€hrliche Zertifizierungskosten mĂŒssen durch höhere Preise refinanziert werden.
Gleiche Behandlungs-QualitĂ€t kann durch nicht zertifizierte Institute in der Nachbarschaft und im Grenzgebiet (Polen, Tschechien, Italien
) preisgĂŒnstiger angeboten werden.
Keine freie Entscheidung fĂŒr Zertifizierungen: die Norm wird nach Experten-Meinung  â€žBenchmark“ (=Maßstab) und damit auch Beurteilungsbasis fĂŒr nicht-zertifizierte Kosmetik-Institute

  • bei der Gewerbeaufsicht
  • bei Gericht (Nichtbefolgung kann zum nachteiligen Urteil fĂŒhren)
  • Versicherungen (Haftpflichtverweigerung bei fehlender KonformitĂ€t)
  • fĂŒr Kunden bei Institutswahl

die Durchsetzung-Dynamik der Norm liegt nicht allein in den HĂ€nden der Norm-Mentoren und UnterstĂŒtzer sondern es wird Druck erzeugt durch

  • die Laien-Presse mit Bedarf an neuem Lesestoff
  • den Wettbewerb von Institutsketten, die sich Zertifizierung leisten können.

Zertifizierungs-Sponsoring polarisiert: Kosmetikerinnen verlieren bisherige Auswahl-Freiheit beim Produkt- und GerÀte-Einkauf
die Zertifizierungs-Industrie wird sich auf die Kosmetikerinnen stĂŒrzen und neue Möbel, GerĂ€te, Einrichtungen, Umbauten  und Good practice-Beratungen verkaufen
EinschrĂ€nkung der bisher ĂŒblichen TĂ€tigkeitsfelder nicht zertifizierter Kosmetikerinnen wegen fehlender Qualifizierungsvoraussetzung durch fehlende Norm-Zertifizierung
begrenzte Einkaufs-Freiheit: ohne Zertifizierung/EQF-Nachweis kein Erwerb entsprechender PrÀparate und GerÀte mehr

b.Anbieter prÀparativer Kosmetik
KonformitĂ€ts- und Zertifizierungs-Kosten schmĂ€lern Einkaufsbudget fĂŒr Kosmetik-Produkte
Kleinere Kundinnen geben auf  wegen fehlender Zertifizierbarkeit
Kosten-verschlingende Zertifizierungs-Industrie mit Beratern, Zertifizierern, Lizenzvergaben startet Wettbewerb um VerkaufsgesprĂ€chs-Zeit fĂŒr Außendienst
Wettbewerbsverzerrung: Zertifizierungs-Sponsoring polarisiert, Kundenfixierung auf Zertifizierungs-Sponsoren, Verkaufs-Zugang zu entsprechenden Kosmetikerinnen fĂŒr andere Lieferanten blockiert
Institutskonzentrationen
begrenzte Verkaufs-Freiheit: ohne Zertifizierung/EQF-Nachweis kein Erwerb entsprechender PrÀparate und GerÀte

Anbieter apparative Kosmetik

zusÀtzlich:
GerÀte-Normen und Zertifizierungs-Notwendigkeit mit EQF-Nachweis mindern Marktzugangs-Optionen

B)Sachliche Konsequenzen
DieEN 16708 bietet keine Verbesserung wie behauptet fĂŒr

a.    Ausbildung,
b.    Sicherheit
c.     Behandlungs-QualitĂ€t
d.    Missbrauch der Berufswahl-Freiheit ( Laien, schlecht ausgebildetes Personal als
KosmetikfachkrÀfte)

  1. Die Norm definiert keine besseren Ausbildungs-QualitĂ€t.
    • es sind keine Ausbildungs-Definitionen in der Norm, nur Bezug auf „leeres“ EQF-System
    • die ist keine Verbesserung zum bestehenden EQF
    • EQF-System existiert bereits, zusĂ€tzliche Norm dafĂŒr ĂŒberflĂŒssig
    • europĂ€ische EQF-Definition fĂŒr Kosmetikausbildung fehlt
    • deutscher EQF-Ausbildungsgang existiert nicht, nur 2 Verordnungen
    • Ausbildungs-Inhalt und Weiterbildung nicht in der Norm definiert (nur wenige Beispiele)
    • deutsche Ausbildungs-Behörde zur Anerkennung fehlt
    • damit fehlt die unabdingbare, grundlegende Basis fĂŒr Instituts-Zertifizierbarkeit
  2. Kein höherer Sicherheits-Standard
    • lediglich eine Protokollpflicht verbessert nicht die Sicherheit, nur Sicherheits-Regeln verbessern die Sicherheit
    • keine detailierten Vorschriften fĂŒr Dienstleistungen mit PrĂ€paraten
    • Kosmetikerin ist nicht als Sicherheitsbewerterin ausgebildet
    • keine detailierten Vorschriften fĂŒr kosmetische Dienstleistungen mit GerĂ€ten

handwerkliche Schwachstellen in der Norm zum Punkt „Sicherheit“

4 Beauty salon services
“risk of potential injury”
Steilvorlage fĂŒr Verbote: nur Heilberufe dĂŒrfen dann derartige TĂ€tigkeiten ausĂŒben

4.2.1 Chemical peels
“Chemicals that are classified for medical use” (das gibt es nicht)
richtig: Rohstoffe aus „annex II cosmetic regulation“

4.2.2. Micro-pigmentation
“use pigments specifically for intradermal use – see Council of European Resolution ResAP (2008) es gibt keine Positivliste
PMU ist keine Kosmetik sondern unterliegt besonderer Gesetzgebung

4.2.3. Micro-needling
The depth of penetration
wo steht das im Gesetz?
wie wird das begrĂŒndet?

4.3 Treatment risk assessments
“A risk assessment”
die Kosmetikerin hat das nicht gelernt und keine Kompetenz dafĂŒr
Zeit-Verlust durch Zusatz-Aufwand

“address all risks relating to the use of products”
der aktueller Ausbildungsstand fĂŒhrt eventuell zu einem Ergebnis wie: „gefĂ€hrliche Parabene“

5.10.2
“a 24-hour period of time for consideration after having been informed
consultation record shall be signed by the client”
DurchfĂŒhrung ist wirtschaftliche Belastung: 2 Besuche fĂŒr eine Behandlung?
die Kundin soll etwas unterschreiben, das sie vielleicht nicht versteht?

5.10.3 Pre-treatment testing
a)Abschaffung gerade bei der Kommission in Diskussion wegen Sensibilisierung
b)sample treatments: wer bezahlt den Aufwand der Kosmetikerin

5.11. Behandlung
“single use applicators or use of separate containers for each client for oils, ointments, cream”
Ende der Kabinettware?

5.12
“sign the treatment record post treatment”
Kundin soll etwas unterschreiben?!

5.13
“Records of client feedback should be maintained”
Zusatzaufwand: Kundenbefragung, Archivierung

6.2.3
“checked by a suitably qualified technician, technician shall confirm”
Zusatzkosten fĂŒr Wartungstechniker

6.2.4
“purchase orders, invoices and records”
Ende der Natural-Rabatte

“return of surplus stock
disposal of old or out-of-date stock”.
Exakte Normierungs-Daten fehlen, Streit mit Kosmetik-Lieferanten ĂŒber RĂŒcknahme-Verpflichtungen vorprogrammiert

6.3
“listing all hazardous substances used in the salon”
Kosmetikprodukte haben  keine REACH-Bezeichnungen (Hazard-Kennzeichnung)
wenn Listung nicht erfĂŒllt, kein Zertifikat

  1. Die Norm definiert keinen QualitĂ€ts-Standard kosmetischer Behandlungs-Arbeit.

In der EN 16708 stehen keine QualitĂ€ts-Kriterien fĂŒr gute kosmetische Arbeit
höchste Sicherheit ist kein QualitÀts-Merkmal, sondern obligatorisch

Es gibt in Deutschland (fast) keine unzufriedenen Instituts-Kunden. Es kÀmen dann auch aus anderen LÀndern keine neuen Kundinnen angereist, nur weil eine deutsche Kosmetikerin nach EN 16708 zertifiziert ist.

Zertifizierungen in anderen LĂ€ndern bringen der deutschen Kosmetikerinnen ebenfalls keine neuen Kundinnen.

Kundinnen sollten deutschen Kosmetikerin treu bleiben und nicht wegen Zertifizierungen von billigen Wettbewerbern im Ausland/auf Reisen verloren gehen

Wenn die DienstleistungsqualitÀt in anderen EU-Mitgliedsstaaten verbessert werden soll, muss man dort in Ausbildung investieren, die Zertifizierung deutscher Kosmetikerinnen verbessert nicht den Ausbildungsstand im Ausland.

Die Norm 16 708 verbessert nicht die Ausbildung in apparativer Kosmetik, weil sie keine AusbildungsvorschlĂ€ge fĂŒr apparative Kosmetik enthĂ€lt. Nur maßgeschneiderte Ausbildungs-Normen fĂŒr jeden Typ von Kosmetik-GerĂ€t verbessern den Ausbildungs-Stand in apparativer Kosmetik.

Die Norm EN 16 708 legalisiert nicht die kosmetische Anwendungsbefugnis fĂŒr IPL, Laser, Needling und Dermabrasion. Das können nur Gesetze oder Richtlinien.

Investitionen fĂŒr neue RĂ€umlichkeiten, Einrichtungen, Dokumentations-Arbeit verbessern die Ausbildungs-QualitĂ€t nicht. Ganz im Gegenteil ziehen solche Norm-Verpflichtungen Geld fĂŒr Ausbildungsmaßnahmen ab.

4. Begrenzung der freien BerufsausĂŒbung

nur Regulierungen können BerufsausĂŒbung durch Laien einschrĂ€nken
Zertifikat ist kein Ersatz fĂŒr gute Ausbildung
Zertifikat sagt nichts ĂŒber die Ausbildung und kann „gekauft“ werden

apparative Kosmetikanwendungen in der Grauzone werden in die Aufmerksamkeit der Behörden gezerrt

DarĂŒber hinaus hat das Verhalten der Norm-Experten einen Streit ĂŒber kosmetische Anwendungs-BefĂ€higung fĂŒr u.a. Needling und Dermabrasion und erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit fĂŒr die fehlende gesetzliche Regulierung erzeugt. Wie bereits in anderen FĂ€llen erlebt könnte das Bekanntwerden von kosmetischen GerĂ€teanwendungen ohne gesetzliche Regulation dazu fĂŒhren, dass Behörden von medizinischen Berufsgruppen zu Anwendungsverboten veranlasst werden, um lĂ€stige Konkurrenz durch Kosmetikerinnen zu unterbinden.

Übergewicht durch Kosmetik, kritikwĂŒrdiges Verhalten von Forschern im Umgang mit Paraben-Bewertungen

Vorbereitung auf neue Paraben- Kritik-Welle

Die mit SCCS-Gutachten als sicher bewerteten Parabene stellen ein wichtiges und nur unter Nachteilen austauschbares Glied in der immer kleineren werden Gruppe von unbedenklichen, Allergie-armen Konservierungsmitteln dar.
 
Jede unangemessene Kritik droht diese Gruppe von Konservierungsstoffen und damit die Optionen zur Wahrung der Verbrauchergesundheit weiter zu gefÀhrden.
 
Denoch werden Paraben-Themen weiterhin zur Erzeugung von Aufmerksamkeit eher missbraucht. Typisch fĂŒr den eher an Schlagzeilen interessierten Umgang mit Paraben-Forschungsergebnissen ist nun die Publikation eines deutschen Forschungsinstitutes, das sich mit Butylparaben (den Beschreibungen nach ausschließlich!) beschĂ€ftigte, aber die gesamte Gruppe der Parabene (!) undifferenziert an den Pranger stellt. Von den Forschern dokumentiert wurde der Zusammenhang zwischen Butylparaben im Urin von Schwangeren und  Adipositas-Neigung der Nachkommen (Bericht unter „endokrine Disruptoren“ siehe hier). Der Publikationtitel lautet spektakulĂ€r „Übergewicht durch Kosmetik“.
 
Hier wird in unverantwortlicher Weise eine der letzten Allegie-armen Konservierungsmittel-Gruppen angegriffen, in dem Forschungsergebnisse ĂŒber Butylparaben (mutmaßlich ausschließlich) auf die gesamte Gruppe der Parabene verallgemeinert wurden. Die Presse ĂŒbernimmt bereits die Pauschal-Kritik. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang der Einsatz der App „ToxFox“, die zu wichtigen Erkenntnissen gefĂŒhrt haben soll. Diese Art wissenschaftlicher BetĂ€tigung gehört auf den PrĂŒfstand.
 
Wichtig fĂŒr Ihren Kunden-Informationsservice
Die Publikation (hier) beweist nicht die Bedenklichkeit aller Parabene, sondern dreht sich nur um das seltener eingesetzte Butylparaben.
 
Da nun auch noch die Werbung mit der „Paraben-frei“-Aussage die VO 655-2013 verletzt, empfiehlt sich  die alternative Nutzung eines Verzichts-Siegels wie „Clean Beauty“ hier.

etherische Öle: Packungs-Kennzeichnung-Pflicht verschĂ€rft

ICADA hatte Ihnen mehrfach ĂŒber den Missstand berichtet, dass zwar die meisten Firmen ihre Packungen reiner etherischer Öle nach CLP kennzeichnen, aber doch noch einige Firmen Wettbewerbs-Vorteile haben, weil diese Kennzeichnungen mit Gefahr Piktogrammen fehlen. Vorteil: seriöse Firmen sind leichter erkennbar.

Eine entsprechende Klage ist von ICADA vorbereitet, aber auch die EU Kommission hat nochmals weitere Schritte in Richtung Wettbewerbs-Gerechtigkeit unternommen und wird in einem offiziellen Dokument klarstellen: 

  •  der Packungsaufdruck „kosmetisches Mittel“ macht kein etherische Öl zum kosmetischen Mittel (EUGH Colena AG, EU:C:2015:540)
  • die Mischempfehhlung mit anderen kosmetischen Mitteln macht kein etherisches Öl zu einem kosmetischen Mittel
  • wenn nicht

.

Gern sprechen wir mit Ihnen auf dem Vivaness-Informationsstand 3C-261 ĂŒber Details.
Den Textentwurf der EU Kommission finden Sie hier. In der EU-Kommissionssitzung am 17.02.20 soll dieser Text beschlossen und eventuell sogar noch verschÀrft werden.

Vorgeschichte
Die Behörden in Österreich haben die Unterbindung falscher Kennzeichnungen Ă€therischer Öle initiiert, damit Raumduft, Aromatherapie-Öle, Inhalierung, Verzehr, Möbelpolitur und andere Produkte in Abgrenzung zu kosmetischen Mitteln nicht mehr ohne Gefahren-Piktogramme vertrieben werden.

In verschiedenen Institutionen der EU Kommission wurde das Thema bearbeitet und im Boderline Manual 2-2 (siehe Mitgliederbereich hier) mit 2 verschiedenen Paragraphen eindeutig geregelt ( Details hier). Auf der Vivaness waren dennoch Produkte ohne Gefahren-Piktogramme zu sehen, die nur die Mischung mit fertigen Kosmetik-Produkten empfahlen (ungeregelte Grauzone) beziehungsweise direkt in einen Diffuser gesteckt wurden (eindeutig nicht erlaubt).

ICADA hat wegen der Vielfalt der möglichen FĂ€lle (Ă€therische Öle als Einzelprodukt ohne weitere Begleitung, Multikomponent-BaukĂ€sten mit kosmetischen Produkten, BaukĂ€sten mit Rohstoffen, Alleinverkauf mit Anwendungsanleitung

) ein Diagramm zur eindeutigen Entscheidung bezĂŒglich der Kennzeichnung mit Gefahren-Piktogrammen entwickelt und zusammen mit den beiden Paragraphen des Borderline-Manuals auf unserer Website ( hier klicken) hinterlegt. ICADA bietet Interessens-Vertretung in BrĂŒssel zur Absicherung der Grauzonen (beige im Diagramm), KlĂ€rung unerwĂ€hnter Konstellationen und derzeit eindeutiger Kennzeichnungspflichten (rot im Diagramm). Anfragen per mail@icada.eu

neue „Kosmetik-Verordnung“(LFGB) in Deutschland

Das deutsche Ministerium plant eine umfassende Anpassung des LFGB an die europÀische Gesetzgebung. Den ersten Entwurf findern Sie hier

Neue Fassung der deutschen Kosmetik-Verordnung/LFGB

Deutschland regelt einige individuelle Punkte der Kosmetik-Gesetzgebung, wie zum Beispiel die Meldepflicht fĂŒr Kosmetikfirmen in der deutschen KVO (Kosmetik-Verordnung vom 16. Juli 2014 (BGBl. I S. 1054) und im LFGB. Diese mĂŒssen der EU-Gesetzgebung angepasst werden.
 
Die §§ 26 und 27 LFGB enthalten zentrale Verbote zur Wahrung des Gesundheits- und TĂ€uschungsschutzes beim Verkehr mit kosmetischen Mitteln. Beide Vorschriften werden seit dem 11. Juli 2013 vollstĂ€ndig durch die unmittelbar anwendbaren Regelungen der Artikel 5 i. V. m. Artikel 3 oder Artikel 20 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 ĂŒber kosmetische Mittel ĂŒberlagert.
 
Die Verordnung (EU) 2017/625 fĂŒr die behördliche Markt-Überwachung gilt nicht fĂŒr kosmetische Mittel und wird im § 39a LFGB teilweise neu gefasst werden.
 
Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (§§ 11, 13 und 35) schafft zusĂ€tzliche behördlicher Befugnisse zur Überwachung des Internethandels mit Erzeugnissen.  Anonyme Probenahme und Unterrichtung von Telemedien-Dienste-Anbietern ĂŒber Schnellwarnmeldungen werden im § 38b neu gefasst.
 
Um Anordnungsbefugnisse der Überwachungsbehörden zur Übermittlung von Informationen zur RĂŒckverfolgbarkeit (§ 44), sowie die Straffung der Mitteilungs- und Übermittlungspflichten ĂŒber Untersuchungsergebnisse zu gesundheitlich nicht erwĂŒnschten Stoffen (§44a) effektiver zu gestalten, wird § 44 LFGB um Anforderungen an Formen und Fristen zur Unterlagen-Übermittlung neu gefasst werden.
 
Den Text des Entwurfs mit der Einladung zu Ihrer Kommentierung fĂŒr die Ministerium-Sitzung am 14.02.20 finden Sie hier. DarĂŒber hinaus laden wir eine kompetente Kollegin oder einen kompetenten Kollegen zur Interessens-Vertretung bei der Sitzung im Ministerium ein.