Stoffliche, rechtliche und weitere Anforderungen

Die geltende KVO 1223-2009, aber auch die Arbeit von Normierungsgruppen und Verbraucherschutz-Behörden ziehen weiterhin Änderungen nach sich, die absehbar in Kraft treten und auf die man vorbereitet sein sollte.

So sollte die Nanomaterial-Liste bereits im Januar 2014 publiziert werden, aber in der damals 600 Stoffe umfassenden Liste waren Rohstoffe wie Wasser, Aloe vera, Methylethyl Keton und viele weitere Positionen gemeldet, deren nano-Charakter mit recht bezweifelt werden darf. Da die Kommssion nicht so einfach CPNP-Meldungen ignorieren darf, wurden Verbände wie CE und ICADA, die nationalen Überwachungsbehörden und Spezialisten eingeschaltet, diese Liste sinnvoll zu reduzieren. Das Ergebnis lernen Sie nun (endlich) bei ICADA kennen.

CMR-Stoffe unterliegen einer strengen Regelung, es gibt aber in definierten Fällen die Möglichkeit, Ausnahmegenehmigungen für weiteren kosmetischen Einsatz zu erhalten. In dieser Diskussion sind PHMB, Formaldehyd und andere Stoffe.

Die Polymerbasis von Naildesigngelen zwingt zu methodischen Vorgehen, die nicht mit Emulsionen vergleichbar sind. Es gibt daher auch eine Schutzklausel für Naildesign-Gele. Beanstandungen von Behörden bieten gute Beispiele, die eigene Arbeitsweise nochmals zu hinterfragen. Unvermeidbare Spuren verbotener Stoffe bedürfen einer Konzentrationgrenzen-Definition und technischer Argumentation. Derzeit findet bei der ISO TC 217 die Harmonisierung verschiedener Analysenmethoden statt, die zum Maßstab für Produktbeurteilungen der Behörden werden.